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Mikroplastik im Trinkwasser – Wie gefährlich ist es wirklich?

Mikroplastik ist überall – in der Luft, in Lebensmitteln und auch in unserem Trinkwasser. Wie viel steckt wirklich drin, was sind die gesundheitlichen Risiken, und was kannst du dagegen tun?

Was ist Mikroplastik – und wo kommt es her?

Als Mikroplastik bezeichnen Wissenschaftler Kunststoffpartikel, die kleiner als 5 Millimeter sind. Man unterscheidet zwei Typen:

🔬 Primäres Mikroplastik

Absichtlich klein hergestellt – z.B. in Kosmetikprodukten, Reinigungsmitteln oder Industriegranulat

♻️ Sekundäres Mikroplastik

Entsteht durch Zerfall größerer Plastikteile – aus PET-Flaschen, Reifenabrieb, synthetischen Textilfasern

Wie viel Mikroplastik steckt im deutschen Trinkwasser?

Deutsches Leitungswasser gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln – trotzdem ist es nicht vollständig frei von Mikroplastik.

WasserquelleMikroplastik-BelastungBewertung
Leitungswasser (Deutschland)Nachweisbar, aber gering✅ Deutlich besser als Flaschenwasser
Mineralwasser (PET-Flasche)Hoch – bis 25× mehr als Leitungswasser⚠️ Flasche gibt selbst Plastik ab
Mineralwasser (Glas)Sehr gering✅ Empfehlenswert

Das DVGW-Technologiezentrum Wasser läuft seit Anfang 2025 ein groß angelegtes Forschungsprojekt zu Mikroplastik in deutschen Trinkwassernetzen – Ergebnisse werden bis 2027 erwartet. Einen gesetzlichen Grenzwert gibt es bislang nicht.

Gesundheitsrisiken: Was weiß die Wissenschaft?

Die Forschung steckt noch in den Anfängen – doch erste Erkenntnisse geben Anlass zur Vorsicht:

  • Mikroplastikpartikel wurden bereits in menschlichem Blut, der Lunge, der Plazenta und im Gehirn nachgewiesen
  • Kunststoffpartikel können als Träger für Schadstoffe (Weichmacher, BPA, Phthalate) fungieren
  • Tierstudien zeigen Entzündungsreaktionen und oxidativen Stress
  • Die WHO fordert weitere Forschung – und empfiehlt das Vorsichtsprinzip

Woher kommt Mikroplastik ins Leitungswasser?

  1. Kunststoff-Rohrleitungen: Alte oder beschädigte Kunststoffrohre geben Partikel ab
  2. Belastetes Rohwasser: Flüsse und Seen als Trinkwasserquellen sind bereits mit Mikroplastik belastet
  3. Aufbereitungsanlagen: Standard-Filterverfahren der Wasserwerke halten nicht alle Nanopartikel zurück
  4. Verteilungsnetz: Beschädigte Plastikteile im Rohrnetz selbst

Was hilft wirklich gegen Mikroplastik im Trinkwasser?

MethodeMikroplastikNanoplastikHinweis
Tischfilter (Brita)~50 %Nur größere Partikel
Aktivkohle-Blockfilter~80–90 %begrenztGut für Mikroplastik > 1 µm
Umkehrosmose~99 %~99 %Einzige Methode gegen Nanoplastik

Die Umkehrosmose ist die einzige Technologie, die auch Nanoplastik-Partikel zuverlässig entfernt. Die Membranöffnungen von 0,0001 µm sind kleiner als selbst die winzigsten Kunststoffpartikel.

Praktische Tipps für deinen Alltag

  • 🚰 Leitungswasser statt Plastikflaschen trinken – du reduzierst damit direkt deine Mikroplastik-Aufnahme
  • 🧊 Keine Plastikbehälter erhitzen – Wärme beschleunigt die Partikelabgabe massiv
  • 🫙 Glas und Edelstahl statt Plastik für Wasserbehälter verwenden
  • 💧 Wasserfilter einsetzen – besonders für Babys und Kleinkinder sinnvoll

Kein Kompromiss bei der Wasserqualität

Unsere Osmose-Filteranlagen entfernen Mikroplastik, Nanoplastik, PFAS und Schadstoffe zu über 99 % – für dauerhaft sauberes Wasser direkt aus dem Hahn.

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