PFAS – sogenannte Ewigkeitschemikalien – wurden in 42 von 46 deutschen Trinkwasserproben nachgewiesen. Seit Januar 2026 gelten neue EU-Grenzwerte. Was steckt dahinter, und wie kannst du dich wirklich schützen?
Was sind PFAS – die „Ewigkeitschemikalien"?
PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – eine Gruppe von über 10.000 verschiedenen Chemikalien, die seit den 1950er-Jahren in Industrie und Alltag eingesetzt werden: in Teflonpfannen, Outdoor-Jacken, Lebensmittelverpackungen und Löschschäumen.
Der Grund für den Namen „Ewigkeitschemikalien": PFAS bauen sich in der Natur praktisch nicht ab. Sie reichern sich in Böden, Gewässern – und im menschlichen Körper an.
⚠️ Aktuelle Zahlen aus Deutschland (2025)
Der BUND testete bundesweit Trinkwasserproben: In 42 von 46 Stichproben wurden PFAS nachgewiesen. Bekannte Hotspots: Düsseldorf, Rastatt, Spangdahlen/Bitburg sowie Regionen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Wie kommen PFAS ins Trinkwasser?
PFAS gelangen auf verschiedenen Wegen ins Grundwasser – und damit schließlich ins Trinkwasser:
- Löschschaum bei Militär und Flughäfen: Jahrzehntelanger PFAS-Einsatz hat Böden dauerhaft belastet
- Industrieabwässer: Fabriken, die PFAS-haltige Produkte herstellen oder verarbeiten
- Klärschlamm als Dünger: Trägt PFAS direkt in landwirtschaftliche Böden ein
- Alte Deponien: Sickerwasser aus Mülldeponien gelangt ins Grundwasser
Sind PFAS im Trinkwasser gefährlich?
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass PFAS im Körper eine Reihe negativer Effekte haben können:
⚠️ Bekannte Gesundheitsrisiken
- Schwächung des Immunsystems
- Erhöhtes Krebsrisiko (Niere, Hoden)
- Hormonstörungen
- Erhöhter Cholesterinspiegel
- Beeinträchtigung der Schilddrüse
🔬 Besonders gefährdet
- Schwangere und ungeborene Kinder
- Säuglinge und Kleinkinder
- Immungeschwächte Personen
- Menschen in Hotspot-Regionen
Neue PFAS-Grenzwerte 2026: Was hat sich geändert?
Mit der neuen EU-Trinkwasserrichtlinie gelten seit dem 12. Januar 2026 erstmals verbindliche PFAS-Grenzwerte in Deutschland:
| Grenzwert | Stoffgruppe | Gilt ab |
|---|---|---|
| max. 100 ng/L | Summe von 20 PFAS (PFAS-20) | 12.01.2026 ✅ |
| max. 20 ng/L | 4 kritische PFAS: PFOS, PFOA, PFNA, PFHxS | 12.01.2028 |
Wie kann man PFAS aus dem Trinkwasser entfernen?
Nicht alle Filterverfahren sind gleich effektiv. Hier der Überblick:
| Filtertyp | PFAS-Reduktion | Hinweis |
|---|---|---|
| Tischfilter (z.B. Brita) | bis 80 % (PFOS, PFOA) | Regelmäßiger Filterwechsel nötig |
| Aktivkohle-Blockfilter Untertisch | bis 95 % | Effektiver als Tischgeräte |
| Umkehrosmose | über 99 % | Effektivste Methode gegen PFAS |
| Ionenaustauscher | hoch | Meist in Kombination eingesetzt |
Die Umkehrosmose ist die effektivste Methode: Die Membran mit 0,0001 µm-Poren ist so fein, dass PFAS-Moleküle schlichtweg nicht hindurchpassen.
Fazit: Was solltest du jetzt tun?
- Trinkwasserqualität prüfen: Wende dich an deinen lokalen Wasserversorger und frage nach aktuellen PFAS-Messwerten.
- Hotspot-Karte checken: Der BUND veröffentlicht eine Karte mit bekannten PFAS-Belastungsgebieten in Deutschland.
- Geeigneten Filter einsetzen: Bei erhöhten PFAS-Werten oder als Vorsichtsmaßnahme: Umkehrosmose-Anlage einbauen.
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